Thursday, 3. december 2009 4 03 /12 /Dez. /2009 23:06
Wer bislang noch nicht auf einem der Konzerte im Rahmen der Celebration - Tour zum 40jährigen Band-Jubiläum von Uriah Heep war und schon Karten hat, kann sich freuen. Die Band ist in einer hervorragenden Verfassung und kreativ wie nie.

Vor 35 Jahren, als ich im jugendlichen Alter von 15 Jahren bereits totaler Heep-Fan war, hätte ich nie gedacht, dass ich mit den Jungs mal alt werde und Uriah Heep’s 40jähriges erleben darf. Sicher, es gab schmerzliche Tiefen und Krisen und ich wähnte die Band eigentlich am Ende, als David Byron ausstieg und später Ken Hensley. Heute freue ich mich über eine wieder erstarkte Band, die mittlerweile mehr drauf hat (ja, so kann man es auf den Punkt bringen !), als früher. Für mich ist es auch keine „andere Band“, wie viele gerne behaupten, sondern eine nach weit über 20 Jahren gereifte zusammengewachsene Gemeinschaft aus alten Mitstreitern (Bolder und natürlich bis vor kurzem Lee Kerslake) und adäquaten Ersatz – Mitgliedern, die die Band sehr gut ergänzen. Nein, mehr noch ! Nicht ergänzen, sondern bereichern ! Box / Lanzon haben sich mittlerweile zum Songwriter-Gespann „par excellence“ entwickelt.

Genau dieser Eindruck spiegelt sich während des Konzertes wieder. Ich hatte mich für das Konzert in Bad Arolsen entschieden, das am 14.11.2009 stattfand. Einfach deshalb, weil der Ort in meiner Nähe ist. Das „Outback“, so heißt dort die Location, ist eine sehr schön gemachte kleinere Halle. Ich schätze, es waren so an die 1000 Besucher dar. Die Halle wirkte jedenfalls rappelvoll. Es waren auch einige deutlich jüngere Fans im Publikum und überraschenderweise sehr viele weibliche Fans. Was ich bisher so gelesen habe, sind die Konzerte, je nach Hallengröße, generell gut besucht. Teilweise sogar bereits „sold out“, was mich für die Band und die Veranstalter sehr freut !

Russel Gilbrook am Schlagzeug hat ein wahres Feuerwerk losgelassen. Die Songauswahl erwies sich als erstklassig. Es lohnt sich auf jeden Fall, zum Konzert zu gehen. Angefangen mit Wake the Sleeper, Overload, den beiden neuen Songs über Book Of Lies, What Kind Of God (Super !!), Return To Fantasy und und und... Das waren jetzt nur Auszüge. Die Songauswahl war sehr ausgewogen und bot Überraschungen (Love In Silence und sogar Rain !!!) ). Natürlich konzentrierten sich die alten Klassiker zum Ende des Konzertes.

Die Qualität der heutigen Besetzung ist auf sehr hohem Niveau, so dass die gespielten Songs allesamt klasse gemacht waren. Bernie Shaw ist aus meiner Sicht der einzige, der nach David Byron wirklich in der Lage ist, die alten Songs adäquat zu singen. Allen voran Gypsy und, in Bad Arolsen sehr überzeugend, geradlinig und virtuos mit tollem
„Mick Box-– Gitarreneinsatz“ dargeboten: Look At Yourself !!!
Besser habe ich diesen alten Klassiker noch nie Live gehört. Auch nicht auf dem legendären Album "Live 1973" ! Der Mittelpart mit den berühmten „Dub Duh“-Choreinsätzen war einfach nur genial und total sauber.
Erste Sahne...

Sehr beeindruckend war auch, wie bereits erwähnt, "What Kind Of God" vom neuen Album Wake The Sleeper. Eine bombastische Darbietung, die Gänsehaut erzeugte.

Uriah Heep gaben sich als waschechte Profis, die es nicht verlernt haben, menschlich zu sein. Man merkte der Band die Freude an, mit der sie dabei waren und dass sie genau gewusst haben, dass viele richtige Fans unter dem Publikum waren. Ich stand in der ersten Reihe und konnte sogar ein Gitarrenplektrum von Mick ergattern.
Das Konzert war ein elementares Erlebnis...

boehmi59
 


veröffentlicht in: Konzertberichte - Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Zurück zur Startseite
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren